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1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland – Spurensuche in Köln und Osnabrück

Diese exklusive Tagesspiegel-Themenreise haben wir mit unserem Kooperationspartner M-tours Live zusammengestellt. Reiseveranstalter im Sinne des Gesetzes ist M-tours Live Reisen GmbH, Puricellistraße 32, 93049 Regensburg. Es gelten die AGB des Veranstalters.

Wir danken unseren Partnern

KölnTourismus GmbH:

      

Dom und Rhein, eine 2.000-jährige Geschichte und großes Kulturleben. (Fine) Food, Kölsch und das einzigartige Lebensgefühl, für das die Domstadt so bekannt ist. Köln bietet viele tolle Highlights – auch über die Innenstadt und touristischen Klassiker hinaus. Entdecken Sie die Stadt hinter dem Dom und fühlen auch Sie sich #inKöllezeHus!
www.koelntourismus.de | www.visit.koeln


Museumsquartier Osnabrück:

Ihre Reiseauswahl:

Köln und Osnabrück

869 € p.P. im DZ (für Abonnenten)

Nicht-Abonnenten zahlen 919 € p.P. (EZ-Zuschlag: 150 €)

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1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Jüdisches Leben ist ein konstitutiver Teil unserer Geschichte
und Gegenwart – diese Fülle an kulturellem und religiösem Erbe
gilt es zu entdecken. Juden leben seit der Antike auf dem Gebiet,
das heute Deutschland heißt. Die jüdische Gemeinschaft
begeht 2021 nun ein besonderes Jubiläum. Auf eine Anfrage aus
Köln erließ der römische Kaiser Konstantin vor 1700 Jahren ein
Edikt, wonach Juden in Ämter der Kurie und der Stadtverwaltung
berufen werden konnten. Dieses Dekret aus dem Jahr 321
gilt als der älteste Beleg für die Existenz jüdischer Gemeinden
auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Das Jubiläum wird
2021 bundesweit mit vielen Veranstaltungen gewürdigt
und wir laden Sie zu einer spannenden Reise mit interessanten Begegnungen und Gesprächen ein. Ausgangspunkt unserer Spurensuche ist Köln, die Stadt, die schon damals eine pulsierende Vielvölkerstadt war.

Montag, 25.10.2021
Anreise, Stadtspaziergang „Jüdisches Leben“ & Brauhaus
Am frühen Morgen starten Sie am Hauptbahnhof Berlin Ihre
Fahrt im komfortablen Reisebus. Angekommen am Rhein beziehen Sie Ihre Hotelzimmer und lernen Ihren Stadtführer kennen. Der gebürtige Kölner wird Sie in den nächsten Tagen mit viel rheinischer Frohnatur und Sachkenntnis begleiten. Gemeinsam begeben Sie sich bei einem ersten Stadtspaziergang auf Spurensuche nach dem jüdischen Leben in Köln. Die Führung beleuchtet die zahlreichen Facetten zwischen Alltag und Judenverfolgung. Bereits in der Römerzeit lebten Juden in der Stadt, was in Dokumenten belegt ist. Im Mittelalter befand sich der jüdische Siedlungsbereich in der Nähe des Rathauses. Warum mussten die Juden Köln so plötzlich verlassen und wann durften sie wieder zurückkehren? Wie entwickelte sich jüdisches Leben in Köln im 19. und 20. Jahrhundert? In Köln gehört auch die Brauhauskultur zum Leben und so kehren Sie während Ihrer Tour auf ein kühles Kölsch ein. Später ist in einem urigen Brauhaus, fernab der Touristenrouten, ein Tisch für Ihr Abendessen reserviert.

Dienstag, 26.10.2021
„Alte Synagoge“ in Essen, Bonnbesuch & Lesung
Nach dem Frühstück geht die Fahrt nach Essen und Sie besuchen
die „Alte Synagoge“. Das Gebäude hat eine wechselvolle Geschichte und beheimatet heute das „Haus der jüdischen Kultur“. Die Ausstellung vermittelt einen breiten Eindruck über jüdische Traditionen, Feste, den Lebensstil und die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Essen. Nach der Führung geht es zurück ins Rheinland und Sie besuchen die ehemalige Bundeshauptstadt
Bonn. Bei einer kleinen Stadtrundfahrt und einen Spaziergang durch die Innenstadt entdecken die wichtigen Sehenswürdigkeiten
und steinerne Zeitzeugen einer 2000 Jahre alten Stadt zwischen
wechselvoller Geschichte und Zukunftsperspektiven. Das Spektrum erstreckt sich von der Römerzeit, über die glanzvolle Barockzeit der Kurfürsten, bis hin zur Hauptstadtära der Bonner Republik. Um 18.00 Uhr treffen Sie Katalin Fischer in
der Aula der Universität. Sie liest exklusiv für Sie aus Ihrem Familienepos „Die Fischers, die Hamburgers und die Bánds“. Drei
Stränge der Familiengeschichte sind ein Dandy in Budapest, ein
Hausierer in Südungarn und eine Bankiersfamilie in Berlin im anbrechenden 20. Jahrhundert. Unterschiedliche Lebenswelten fließen zusammen, jüdische Schicksale aller Art – der eine ist tief religiös, die anderen fühlen sich so gar nicht jüdisch. Nach der Lesung kehren Sie in einem Bonner Traditionswirtshaus zum Abendessen ein.

Mittwoch, 27.10.2021
Große Synagoge in Köln, Jüdisches Viertel & Koscheres Essen
Nach dem Frühstück werden Sie zu einer Führung durch die
Große Synagoge erwartet. Seit 1899 ist die Synagoge im neuromanischen Stil das größte religiöse und kulturelle Zentrum der jüdischen Gemeinden Kölns. In der Reichspogromnacht brannte sie aus und wurde zwischen 1957 und 1959 wieder aufgebaut. Die Hauptfront besticht durch eine dreibogige Portalanlage sowie eine große Giebelfassade mit mittig angeordneter Fensterrosette. 2005 besuchte Papst Benedikt XVI. im Rahmen des 10. Weltjugendtags die Synagoge als erstes jüdisches Gotteshaus in Deutschland. Im Anschluss begeben Sie sich mit Ihrem Gästeführer auf einen Spaziergang durch das Belgische Viertel. Das trendige Quartier heißt so, weil seine Straßen nach belgischen Städten und Provinzen benannt sind, etwa die Antwerpener Straße. Und tatsächlich versprüht es einen ähnlichen Charme wie die belgische Modemetropole: Künstler, Musiker, Designer, auch Verlage und Agenturen sind vertreten und stark miteinander vernetzt. Hier reihen sich niedliche Boutiquen, Theater, Goldschmiede, Galerien, Cafés, Bars und gehobene Imbissbuden dicht an dicht. Nach der Möglichkeit zum Mittagessen geht es gemeinsam in das mittelalterliche jüdische Viertel. Hier werden Sie von Dr. Thomas Otten begrüßt. Er ist Archäologe, Denkmalpfleger und Gründungsdirektor des MiQua.LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln. Er wird Ihnen einen spannenden Überblick über die Ausgrabungen in der Archäologischen Zone geben und einen Ausblick auf das im Bau befindliche Museum MiQua mit einem Ausstellungsparcours unter dem Rathausplatz. Im Museumsneubau auf dem Platz wird später die Dauerausstellung mit dem Ausstellungsteil zur Jüdischen Geschichte und Kultur Kölns von 1424 bis in die heutige Zeit fortgesetzt werden. Am Abend werden Sie in einem koscheren Restaurant erwartet. Nach einer Einführung über die Bedeutung koscheren Essens und verschiedenen Speisen probieren Sie sich durch eine Vielzahl von Köstlichkeiten und lassen den Tag gesellig ausklingen.

Donnerstag, 28.10.2021
Sonderausstellung der MiQua & Osnabrück
Nach dem Frühstück und Check-Out verabschieden Sie sich vom
Rheinland und machen auf Ihrer Fahrt einen Stopp in Dortmund.
Im Museum für Kunst- und Kulturgeschichte gastiert die MiQua-
Sonderausstellung „Menschen, Bilder, Orte – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen bedeutende und weniger bekannte Persönlichkeiten, die mit ihren Biographien und Lebenswegen markante Ereignisse und
Epochen jüdischer Geschichte in Deutschland widerspiegeln. In den Themen „Recht und Unrecht“, „Leben und Miteinander“, „Religion und Geistesgeschichte“ sowie „Kunst und Kultur“ werden die 1700-jährige Geschichte und Geistesgeschichte des Judentums in Deutschland erfahrbar. Weiter geht die Fahrt in die Friedensstadt Osnabrück. Die Verhandlungen und der Abschluss des Westfälischen Friedens von 1648 sind das herausragende Ereignis der Stadtgeschichte und diese Tradition wird bis heute gelebt. Die gemütliche Altstadt mit ihren zahlreichen Geschäften und gemütlichen Kneipen wird geprägt vom Dom St. Petrus. Gegründet von Karl dem Großen ist er seit über zwölf Jahrhunderten geistliches Zentrum des Bistums. Besonders erwähnenswert sind das bronzene Taufbecken, das romanische Triumphkreuz und der beschauliche Kreuzgang aus dem 12. Jahrhundert sowie der Hochaltar. Auch hier lebte über die Jahrhunderte immer wieder eine zahlenmäßig eher kleine jüdische Gemeinde. Nach dem Check-In im Hotel erfahren Sie ab 16.00 Uhr bei einem Rundgang durch die Stadt mehr über die Beziehungen zwischen Juden und Christen in Osnabrück und die Frage danach, ob es außerhalb der Zeiten der heftigen Pogrome auch ein friedliches Nebeneinander oder gar ein Miteinander gab. Nach der Führung lassen Sie Ihre Reise bei interessanten Gesprächen zum Abendessen ausklingen.

Freitag, 29.10.2021
Felix-Nussbaum-Haus & Heimreise
Zum Abschluss Ihrer Reise besuchen Sie die Sammlung Felix Nussbaum im gleichnamigen Museum. „Wenn ich untergehe – lasst meine Bilder nicht sterben“: Wie kein anderer Künstler der ersten Jahrhunderthälfte hat der 1904 in Osnabrück geborene Maler Felix Nussbaum alle Erfahrungen der Jahrzehnte nach dem Ersten Weltkrieg in seinen Bildern festgehalten und als Teil seiner eigenen Situationen reflektiert, in die der Künstler als Jude durch die rassistische Ideologie des nationalsozialistischen Deutschlands hineingestoßen wurde. Kein Betroffener hat den „Holocaust“ der Juden in Europa künstlerisch dokumentiert wie Nussbaum. Für ihn wurde in seiner aussichtslosen Situation Malerei zur Widerstandshandlung, da sie ihm seine menschliche Würde erhielt und ihm lange Zeit die Kraft zum Überleben gab. Er war Protokollant dieser Zeit. Der einzigartige Ausstellungsort wurde übrigens vom amerikanischen Stararchitekten Daniel Libeskind entworfen. Im Anschluss an die Führung haben Sie noch etwas freie Zeit für einen Bummel durch die Altstadt, bevor Sie der Bus zurück nach Berlin bringt.

Programmänderungen aus witterungsbedingten und organisatorischen Gründen vorbehalten!

Reiseleistungen:

• Fahrt im komfortablen Reisebus ab/bis Berlin-HBF

• 3 Übernachtungen mit Frühstück im H+ Hotel Köln-Hürth

• 1 Übernachtung mit Frühstück im Vienna House Remarque Osnabrück

• Stadtspaziergang „Jüdisches Leben in Köln“

• 2 Kölsch auf dem Weg

• Abendessen im Kölner Brauhaus inkl. 1 Kölsch

• Führung im „Haus der jüdischen Kultur“ – der Alten Synagoge in Essen

• Stadtrundgang/Stadtrundfahrt in Bonn

• Exklusive Buchlesung „Die Fischers, die Hamburgers und die Bánds“ mit Katalin Fischer in der Aula der Universität Bonn

• Abendessen in einem Bonner Traditionswirtshaus

• Führung durch die Große Synagoge in Köln

• Spaziergang durch das Belgische Viertel

• Besuch der Archäologischen Zone des mittelalterlichen jüdischen Viertels und Gespräch mit dem Gründungsdirektor der MiQua, Dr. Thomas Otten zur Zukunft des Geländes und der Sammlung

• Abendessen in einem koscheren Restaurant mit Einführung zur Bedeutung koscheren Essens

• Besuch der MiQua- Sonderausstellung „Menschen, Bilder, Orte – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ in Dortmund mit Einführung

• Thematischer Altstadtspaziergang in Osnabrück

• Abschiedsabendessen in Osnabrück

• Eintritt und Führung im Felix-Nussbaum-Haus

• Reisebegleitung


Reisetermin 2021:

25. – 29. Oktober

Persönliche Beratung und Anmeldung:
Telefon (030) 29 02 11 63 31

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