zurück zum Tagesspiegel
© Panthermedia

Sachsen – Auf den Spuren von Erich Kästner und Karl May

Diese exklusive Tagesspiegel-Themenreise haben wir mit unserem Kooperationspartner Compact Tours zusammengestellt. Reiseveranstalter im Sinne des Gesetzes ist compact tours incentives und incoming GmbH, Rheinsteinstr. 81, 10318 Berlin. Es gelten die AGB des Veranstalters.

Ihre Reiseauswahl:

Radebeul und Dresden

889 € p.P. im DZ (für Abonnenten)

Nicht-Abonnenten zahlen 949 € p.P. (EZ-Zuschlag: 60 €)

Bild: © Panthermedia

Literaturreise - Auf den Spuren von Erich Kästner und Karl May

Karl May und Erich Kästner – zwei Sachsen, die durch ihr Wirken weit über die die Grenzen ihrer Heimat bekannt und berühmt wurden. Begleiten Sie uns auf dieser Reise an Orte, die eng mit Karl May und Erich Kästner verbunden sind und erfahren Sie Wissenswertes über den genialsten Fabulierer, den die deutsche Erzählungskunst überhaupt aufzuweisen hat – Karl May – und über den Schriftsteller und Drehbuchautor Erich Kästner, der durch seine mit Humor und Scharfsinn gewürzten Kinderbücher bekannt wurde.

Autorenlesung: ————————–

Rüdiger Schaper © Kai-Uwe Heinrich
Rüdiger Schaper © Kai-Uwe Heinrich

Bevor Ihre Reise nach Radebeul beginnt, treffen Sie Tagesspiegel Ressortleiter Kultur und Karl-May-Biograph Rüdiger Schaper zu einer Lesung über seine Biografie „Karl May: Untertan, Hochstapler, Übermensch“. Neben kuriosen Anekdoten über den Winnetou-Erfinder Karl May, erfahren Sie auch wissenswertes über sein abenteuerliches Leben.

Die Veranstaltung findet unter Vorbehalt statt.

Tag 1: Auftakt Berlin

• Rundfahrt zu den Schauplätzen der Romane von Erich Kästner
• Lesung zur Biografie von Karl May
• Fahrt nach Radebeul mit Museumsbesuch

Die großen Romane Kästners sind alles Berlin-Romane. Emil, Pünktchen, Gustav mit der Hupe – die Helden von Erich Kästner waren im Berlin der 1930er Jahre unterwegs. Bis heute sind die Schauplätze seiner Romane zu finden. Als Auftakt Ihrer Reise begeben Sie sich auf einer Rundfahrt durch Berlin zu einigen dieser Plätze. Diese beginnt am Bahnhof Zoo und führt z.B. in „Emil und die Detektive“ dann zum Schauplatz Café Josty, wo heute ein Bio-Supermarkt ist. In der Schumannstraße Nr. 15,
direkt neben dem Deutschen Theater, wohnten zum Beispiel Emils Großmutter und seine Cousine Pony Hütchen – heute ist das Gebäude aus der Jahrhundertwende immer noch ein Wohnhaus. Lassen Sie sich überraschen. Im Anschluss wird Ihnen der Schriftsteller Karl May näher gebracht und Sie fahren in Richtung Dresden. In Radebeul erfolgt ein Stopp und Sie besuchen das Karl May-Museum. Dort erhalten Sie auch einen Imbiss. Von fachkundigem Personal werden Sie in die Fantasiewelt des
berühmten Schriftstellers Karl May entführt und folgen den Spuren der indianischen Kulturen Nordamerikas durch das Museum. Außerdem unternehmen Sie einen geführten Spaziergang auf den Spuren von Karl May durch Radebeul.
Im Anschluss fahren Sie ins Hotel erhalten dort Ihr Abendessen.

Tag 2: Karl May

• Geburtsort von Karl May: Hohenstein Ernstthal
• Spurensuche der Wohn-, Wirk- und Gedenkstätten
• Dresden: Besuch Indianergräber

Nach dem Frühstück geht die Tour nach Hohenstein Ernstthal, dem Geburtsort von Karl May. Karl Friedrich May wurde am 25. Februar 1842 als Sohn eines armen Webers im sächsischen Ernstthal (seit 1898: Hohenstein-Ernstthal) geboren. Nach einer
Lehrerausbildung arbeitete er als Hilfs- und Fabrikschullehrer. Da er unerlaubt eine Taschenuhr benutzte, wurde er wegen Diebstahls zu sechs Wochen Zuchthaus verurteilt. Somit konnte er als Vorbestrafter nicht mehr als Lehrer arbeiten und beging aus Geldmangel weitere Diebstähle, wofür er zwischen zwischen 1862 und 1874 fast acht Jahre einsaß. In der Haft flüchtete May sich mit Träumen aus der Eintönigkeit des Gefängnisses. Zwar konnte er unter den damaligen Haftbedingungen nicht schreiben, doch es entstanden seine ersten literarischen Ideen. Karl May hat über die Welt geschrieben, ohne sie je gesehen zu haben. Winnetous wildes Amerika, Kara Ben Nemsis noch wilderer Orient: ausgedacht in
Schreibstuben in Kötzschenbroda, Oberlößnitz, Radebeul. Aufgrund der Ich-Form der Reiseerzählungen konnten Leser annehmen, dass Old Shatterhand bzw. Kara Ben Nemsi und May ein und dieselbe Person wären. May konnte der Verlockung nicht widerstehen: er beantwortete Leserbriefe als Old Shatterhand, vertrieb Fotografien von sich in Kostüm, nannte sein Wohnhaus in Radebeul Villa Shatterhand, behauptete 40 Sprachen zu sprechen
usw. Die begeisterte Leserschar verehrte ihren Helden, der mittlerweile einen unrechtmäßigen Doktortitel trug. Ab 1899 wendete sich die öffentliche Meinung gegen Karl May, als seine Vorstrafen bekannt und seine Bücher als Fantasieprodukte „entlarvt“ wurden. Trotzdem erfreuen sich seine Erzählungen und Bücher bis heute großer Beliebtheit, besonders bei den jüngeren Lesern. In Hohenstein-Ernstthal angekommen, werden Sie durch den Vorsitzenden des Vereins Silberbüchse e.V. , Herrn Erich Homilius, begrüßt und mit ein Vertreter des Vereins erkunden Sie die Wohn-, Wirk- und Gedenkstätten des Ortes. Außerdem besichtigen Sie das Depot mit einer umfangreichen Western- und Indianistiksammlung. Das Karl-May-Haus an sich wird zum Reisezeitpunkt leider wegen Sanierungsarbeiten noch nicht vollständig hergerichtet sein und kann von innen nicht besichtigt werden. Im Anschluss genie0en Sie ein Mittagessen im Gasthaus „Zum Postgut“. Das Gebäude, dessen Ursprünge bis ins 16. Jahrhundert zurückgehen, unterlag vielseitigen Verwendungszwecken und ist nun seit Mitte der 90er Jahre ein gemütliches Gasthaus. Nachdem Sie sich gestärkt haben, geht es zurück nach Dresden. Dort befindet sich auf dem Katholischen Friedhof eines von nur zwei Indianergräbern in Deutschland. Hier ist der LakotaSioux-Häuptling Edward Two Two bestattet, der 1876 als junger Krieger an der berühmten Entscheidungsschlacht am Little Bighorn teilgenommen hatte. Die Indianer schlugen das 7. US-Kavallerieregiment. Two Two, der in Indianersprache Kleiner Fuchs hieß, kam 1913 nach Dresden. Er trat beim Zirkus Sarrasani in einer Indianershow auf. Der Stadt blieb Two Two verbunden. 1914 hatte der Indianer den amerikanischen Konsul an sein Sterbebett in Essen geholt und ihn gebeten, ihn in Dresden zu begraben. Das geschah dann auch. Karl May und Edward Two Two sind sich leider nie begegnet, da May bereits 1912 verstarb
Abendessen gibt es im Hotel.

Tag 3: Erich Kästner

• Fahrt nach Moritzburg
• Lößnitzer Weinberge mit Verkostung
• Autorenrundgang „Auf den Spuren Erich Kästners in Dresden“

Nach dem Frühstück fahren Sie zunächst nach Moritzburg und genießen den Blick auf das umwerfende Barockschloss und unternehmen einen Abstecher zum Großteich mit
Leuchtturm. Warum? May holte sich 1890 seine Inspiration für den berühmten Roman „Der Schatz im Silbersee“ gleich am Dresdner Stadtrand. May-Historiker Dr. Christian Heermann
ist jedenfalls dieser Ansicht und er könnte recht haben. Karl May, der nichts von der Welt kannte, wegen Gaunereien in Gefängnissen saß, war 1888 nach Radebeul gezogen. Von
dort machte er Wanderungen von der Elbe durch den Lößnitzgrund zum Moritzburger Großteich. Der Großteich ist ziemlich eindeutig als Silbersee in den Roman eingeflossen. Dr.
Heermann: „Beide Gewässer sind durch einen künstlichen Stau entstanden – für Fischzucht bzw. als Indianerschatz-Versteck! Im Großteich gibt es auch zwei Inseln, die Eremitage- und
die Bäreninsel. In Karl Mays Silbersee tauchen sie als Stützpunkte der indianischen Schatzhüter Großer Bär und Kleiner Bär auf. Aus Elbkähnen wurde in seiner blühenden Fantasie der Arkansas-Dampfer, die 14 Kilometer von der Elbe bis zum Großteich zur 2000 Kilometer langen Verfolgungsjagd durch die Prärie, der Lößnitzgrund zu den Rocky Mountains.“ Vom Bahnhof Moritzburg geht es weiter mit der Lößnitzgrundbahn nach Radebeul. Nicht ganz so wie Karl May, der die Strecke zu Fuß bewältigt hat, aber mindestens genau so schön. Sehen Sie die zauberhafte Landschaft, die Karl May für seine Bücher inspiriert hat. Vom Haltepunkt „Weißes Ross“ geht es zu Fuß in Richtung Weinberge und es folgt das Mittagessen. Und wer in den Lößnitzer Weinbergen ist, sollte auch sächsische Weine probieren. Zu Fuß geht es zu einem Weingut und Sie probieren sächsische Weine.
Am Nachmittag ist es an der Zeit einen Blick auf die Wirkungsstätten und Orte aus Erich Kästners Kindheit zu werfen. Einige von ihnen sind heute noch existent, andere nur noch in
seinen Werken präsent. Erich Kästner – bekanntester Dresdner Autor und einer der meistgelesenen deutschsprachigen Autoren, Moralist, Anwalt der Kinder. Viele Titel verdient er, der 1899 in Dresden zur Welt kam. Als junger Mann verließ er seine Geburtsstadt, um in Leipzig zu studieren. Mit Berlin fand er eine neue Heimat. Er erlebte den aufkommenden Nationalsozialismus und wurde eins seiner zahlreichen Opfer. Als undeutsche Literatur
landeten seine Bücher auf dem Scheiterhaufen. Die Nachkriegswirren machten ihn zum Münchner. Während dieser Zeit erschien sein Kindheitsroman „Als ich ein kleiner Junge
war“, eine Hymne auf „sein“ Dresden, aber auch eine kritische Sozialgeschichte. Er starb als 75-Jähriger starb in München, wo er auch beigesetzt wurde. Begleitet werden Sie auf dem Rundgang von Matthias Stresow, der auch das Buch „Auf den Spuren Erich Kästners in Dresden“ schrieb. Abendessen gibt es im Hotel.

Tag 4: Ausstellungen

• Besuch Erich-Kästner-Museum in Dresden
• Ausstellungsbesuch Sächsische Landesbibliothek
•  Rückreise nach Berlin

Am heutigen Tag besuchen Sie am Morgen das Erich-Kästner-Museum in Dresden. In der Villa Augustin befindet sich das mobiles, interaktive micromuseum. Auf rund 30
Quadratmeter im Erdgeschoss werden 13 bewegliche Module mit Exponaten in verschiedenfarbigen Schubladen ausgestellt. Dabei steht jede Farbe für einen anderen Aspekt in Erich Kästners Leben und Werk. Als Besucher kann man hier fast alles anfassen,
lesen und ausprobieren. Im Anschluss fahren Sie zur Sächsischen Landesbibliothek und besichtigen die Ausstellung „Menschen machen Bibliotheken – Dresdner Bibliothekare im Porträt“ in der Corty-Galerie. Alternativ ist ein Besuch im Panometer Dresden vorgesehen. Nicht nur das Gebäude fasziniert, sondern auch die darin ausgestellten Rundbilder des Künstlers Yadegar Asisi.
Begeben Sie sich auf eine einmalige Zeitreise in Dresdens Vergangenheit und lernen Sie die Stadt als 360°-Panorama kennen! Die Rundbilder mit einer Höhe von 27 Metern gelten seit
2006 als Geheimtipp unter den Ausstellungen und Museen in Dresden. Abschließend noch ein gemeinsames Mittagessen in Dresden, bevor es wieder nach Berlin zurück geht.

Reiseleistungen:

• Fahrt im komfortablen Reisebus ab/bis Berlin

• 3 Übernachtungen im Bilderberg Hotel Bellevue Dresden

• 4x Frühstück, 4x Mittagsimbiss, 3x Abendessen

• Rundfahrt in Berlin zu den Stätten von Kästners Romanfiguren

• Lesung aus die Biografie Karl Mays durch Rüdiger Schaper (unter Vorbehalt)

• Eintritt & Führung Karl May-Museum Radebeul sowie Ortsführung zu Karl May-Stätten

• Führung in Hohenstein-Ernstthal und Besichtigung der Western- und Indianistik-Sammlung

• Führung in Dresden zum Indianer-Grab „Kleiner Fuchs“

• Führung Moritzburg, Kleinbahn Radebeul, Weinverkostung

• Führung in Dresden zu Erich Kästner-Orten mit dem Autor Matthias Stresow

• Eintritt und Führung Erich Kästner-Museum Dresden

• Besuch der Sonderausstellung in der Sächsischen Landesbibliothek Dresden (oder Panometer Dresden)

• kompetente Reiseleitung/-begleitung ab Berlin

Reisetermin 2021:

07– 10. Oktober

Hinweis: begrenzte Teilnehmerzahl, aktuell gültige offizielle Maskenpflicht und Abstandsregeln

Persönliche Beratung und Anmeldung:
Telefon (030) 29 02 11 63 24

Reise bei unserem Partner anfragen

Ihre Buchungshotline: (030) 29 02 11 63 24

Ihre unverbindliche Reiseanfrage:

Bitte füllen Sie das Formular aus, damit unser Reisepartner Sie für weitere Informationen kontaktieren kann. Sie erklären sich damit einverstanden, dass Ihre Daten zur Bearbeitung Ihrer Anfrage direkt an den Reiseveranstalter weitergeleitet werden.