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Rheinhessen – Wiege der Demokratie

Diese exklusive Tagesspiegel-Themenreise haben wir mit unserem Kooperationspartner M-tours Live zusammengestellt. Reiseveranstalter im Sinne des Gesetzes ist M-tours Live Reisen GmbH, Puricellistraße 32, 93049 Regensburg. Es gelten die AGB des Veranstalters.

Ihre Reiseauswahl:

Rheinhessen

1.139 € p.P. (für Abonnenten)

im Doppelzimmer für 6 Tage (EZ-Zuschlag 226 €), Nicht-Abonnenten zahlen 1.189 € p.P.

Bild: © Christoph Stollowsky

Wiege der Demokratie

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

begleiten Sie mich auf eine spannende Spurensuche nach Rheinhessen, der Wiege der deutschen Demokratie. Die Reise folgt den frühen demokratischen und liberalen Bewegungen des Landes – vom Einmarsch der französischen Revolutionstruppen 1792 über die erste Republik auf deutschem Boden am Ufer des Rheins bis zur Trennung von Kirche und Staat und Religionsfreiheit. Und natürlich darf auch ein „Gläsgen … ächten Niersteiner“, wie es in Goethes Urfaust heißt, bei Ihrer Reise durch diese weinselige Region nicht fehlen.Ich freue mich auf Sie,

Ihr Christoph Stollowsky

Ihre Tagesspiegel-Begleitung
Durch die Reise begleitet Sie Christoph Stollowsky, der seit 1991 Redakteur der Berlin-Brandenburg Redaktion des Tagesspiegels ist. Der begeisterte Berliner ist seit seiner Kindheit auch in Rheinhessen verliebt.

Tag 1: Spurensuche Mainzer Republik

• Stadtführung und Erzählungen in der Weinstube rund um den Rheinwein und die erste deutsche Republik

Am frühen Morgen starten Sie gemeinsam mit Christoph Stollowsky Ihre Fahrt im komfortablen Reisebus nach Mainz. Dort beziehen Sie ihre Hotelzimmer und begeben sich auf einen ersten Rundgang und eine Zeitreise durch die Mainzer Stadthistorie und Demokratiegeschichte – von den Anfängen in der Römerzeit bis zur Gegenwart. Sie spazieren durch die verwinkelten Gassen rund um die historische Altstadt und den Dom. Der gewaltige Sakralbau aus rot gefärbtem Sandstein gibt auch tausend Jahre nach seiner Erbauung der Stadt ihr Gesicht. Sie bummeln vorbei am Fastnachtsbrunnen, am Holz- oder Schinderhannesturm, flanieren zum Rheinufer. In der Altstadt kehren Sie in eine gemütliche Weinstube ein, Mitarbeiter des Institutes für Geschichtliche Landeskunde der Universität Mainz erzählen Ihnen dort rheinhessische Weingeschichten und erinnern an den Mainzer Freiheitsbaum.

Tag 2: Kabarettarchiv und Fastnacht

• Führung zur Geschichte der Satire und Besuch im Gutenberg-Museum & im Fastnachtsmuseum

Nach dem Frühstück werden Sie im „Proviant-Magazin“, dem Sitz des Deutschen Kabarettarchivs erwartet. Das Archiv dokumentiert vor allem die Geschichte des politisch-literarischen Kabaretts und der Satire und bewahrt so das kulturelle Erbe der Kleinkunst. Chefarchivar Matthias Thiele führt Sie durch die Ausstellung mit vielerlei Foto- und Filmdokumenten und erklärt unterhaltsam, wie das Material über Sänger, Texter, Komponisten und Schauspieler archiviert und erforscht wird. Im Park am Archiv lernen sie danach den „Walk of Fame“ des Kabaretts kennen mit Sternen für berühmte Künstler wie Claire Waldoff oder Wolfgang Neuss. Gleichfalls im „Proviant-Magazin“ befindet sich das Fastnachtsmuseum. Dort ist der Aschermittwoch „im Saal un uff de Gass“ noch lange nicht vorbei: Es erzählt die Geschichte des aufmüpfigen Geistes und der „Määnzer Fassenacht“ seit ihren freiheitlichen Ursprüngen. Zu sehen ist neben Narrenkappen, Plakaten und „Schwellköppen“ auch die „Bütt“ mit der Eule, die für den einstigen politisch-literarischen Vortrag gegen die Zensur und den „Määnzer Kokolores“ steht. Im Anschluss haben Sie Zeit für einen individuellen Bummel und eine Mittagspause, bevor Sie am Nachmittag das Gutenberg-Museum besuchen, eines der ältesten Druckmuseen der Welt. Mit mehr als 140.000 jährlichen Gästen gehört es zu den meistbesuchten Museen der Bundesrepublik. Es ist Johannes Gutenberg gewidmet, dessen Erfindungen erst den gedruckten demokratischen Gedankenaustausch ermöglichten. Zu dieser Schatzkammer der Mediengeschichte gehört auch der Tresorraum mit den Gutenbergbibeln. Am Abend speisen Sie im beeindruckenden Gewölbekeller des einstigen mittelalterlichen Spitals für Arme und Obdachlose und lassen Ihren Aufenthalt gesellig ausklingen.

Tag 3: Nackenheim: Carl Zuckmayer

• „Der Fröhliche Weinberg“: Weinprobe & Gutsführung im Weingut
• Besuch der Zuckmayer-Ausstellung

Heute verlassen Sie Mainz und stoppen auf der Fahrt über Nierenstein nach Oppenheim zunächst in Nackenheim, dem Geburtsort von Carl Zuckmayer und Schauplatz seines einstigen Skandalstücks „Der fröhliche Weinberg“. Bei einer Führung entdecken Sie das Ortsmuseum und dessen Ausstellung „Die Zuckmayers – eine Familie aus Rheinhessen“ und erfahren Spannendes über den berühmten Sohn des Städtchens. Danach werden Sie im Weingut Gunderloch empfangen, dem originalen Schauplatz des „Fröhlichen Weinbergs“. Es gibt einen Imbiss, dann verkosten Sie Weine des Weingutes, das 1890 gegründet wurde und besonders auf Riesling spezialisiert ist, der auf uralten Tonschieferböden ideale Bedingungen findet. Eine kleine Weinbergsführung bringt Sie zum legendären „Roten Hang“ mit seiner roten Erde und einem herrlichen Blick auf den Rhein. Im Anschluss geht die Fahrt nach Oppenheim, wo Sie ihre Zimmer im traditionsreichen „Alten Landgericht“ beziehen, das zu Hotel umgestaltet wurde. Sie begeben sich auf einen kleinen Rundgang durch den Ort, dessen Anfänge bis in 4. Jahrhundert zurückgehen – und spazieren hinauf zur Burgruine Landskron am Rand der Weinberge. Von dort schweift der Blick weit übers Rheintal. Anschließend speisen Sie gemeinsam in einem typischen Weinlokal und lassen die Atmosphäre des Ortes auf sich wirken.

Tag 4: Durch die Unterwelt von Oppenheim

• Besuch Kellerlabyrinth und Besichtigung der Katharinenkirche

Vormittags erleben Sie tausend Jahre Geschichte zum Anfassen und steigen hinab in die „Stadt unter der Stadt“. Unter Oppenheim befindet sich ein etwa 40 Kilometer langes System von Kellern und Treppen auf fünf Ebenen. Nach dem Zweiten Weltkrieg fast vergessen, wurden die oberen Keller mit Schutt verfüllt, bis die Stadt ihren geschichtlichen Schatz mit nationaler Bedeutung wiederentdeckte und frei legte. Zurück am Tageslicht Sie bei einer Altstadtführung unter anderem die einstigen Arbeitsräume des Kupferstechers Matthäus Merian kennen. Höhepunkt ist ein Besuch der Katharinenkirche, eine der bedeutendsten gotischen Kathedralen am Rhein zwischen Straßburg und Köln. Nicht nur ihr Anblick beeindruckt, auch im Inneren birgt sie Kunstschätze vom Feinsten. Berühmt sind vor allem ihre Glaskunstfenster, besonders die „Oppenheimer Rose“. Den Abend lassen Sie wieder in einem gemütlichen Weinhaus ausklingen.

Tag 5: Spurensuche Religionsfreiheit Worms

• Stadtrundgang und kabarettistisches Programm zu den Freiheitsbewegungen in Worms mit Volker Gallé

Heute verabschiedet sich das Team des Alten Landgerichtes von Ihnen, und Sie starten zu einer Panoramafahrt durch die kleinen Orte der linksrheinischen Weinregion. Mittags erreichen Sie Worms, die Nibelungenstadt am Rhein unter den Türmen ihres romanischen Kaiserdoms. In Worms sind die Geschichten von Demokratie und Religionsfreiheit allgegenwärtig: Hier verteidigte Reformator Martin Luther 1521 vor dem Wormser Reichstag seine revolutionären Thesen, davon zeugt seit 1868 am Lutherring das weltweit größte Reformationsdenkmal. Hier wurde debattiert und gestritten, auch im März 1848/49 und im November 1918. Sie haben die Möglichkeit, den Dom und das Nibelungenmuseum zu besuchen, bevor Sie am Nachmittag den Kulturkoordinator der Stadt Worms, Volker Gallé kennenlernen. Er nimmt Sie mit auf eine Stadtführung der besonderen Art. Gallé hat das Standardwerk „Kunstreiseführer Rheinhessen“ verfasst, er ist Experte rund um die republikanischen Traditionen Rheinhessens – und dazu noch Kabarettist und Liedermacher. Lassen Sie sich überraschen.

Tag 6: Jüdisches Leben am Rhein

• Besuch jüdisches Museum im Raschi-Haus Worms

Zum Abschluss Ihrer Reise besuchen Sie heute das Jüdische Museum im „Raschi-Haus“. In kaum einer europäischen Stadt sind so viele bedeutende, baulichen Zeugnisse jüdischer Geschichte und Tradition aus zehn Jahrhunderten erhalten wie in „Warmaisa“, so der hebräische Name der Stadt Worms, einst auch „Klein Jerusalem“ genannt. Gemeinsam mit Speyer und Mainz war Worms das religiöse Zentrum der Juden in Mittel,- Nord- und Osteuropa. Das Raschi-Haus steht auf den mittelalterlichen Grundmauern des einstigen Tanz-, Hochzeits- und Lehrhauses der Jüdischen Ge-meinde. Hier erhalten Sie tiefe Einblicke in deren Alltag, in die jüdische Geschichte, Traditionen, religiösen Riten und Feiertage. Um die Mittagszeit bringt Sie Ihr Bus dann wieder nach Berlin.

© Pixabay
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Reiseleistungen:

• Fahrt im komfortablen Reisebus
• 5 Übernachtungen inkl. Frühstück (2 x Mainz, 2 x Oppenheim, 1 x Worms) und 5 Abendessen
• Stadtrundgänge Mainz, Oppenheim und Worms
• Führung im Kabarettarchiv durch den Chefarchivar
• Eintritt Fastnachtsmuseum Mainz
• Führung Gutenberg-Museum und Heimatmuseum Carl Zuckmayer
• Mittagsimbiss, Weinprobe und Weinbergsführung im Weingut Gunderloch
• Spaziergang zur Ruine Landskron in Oppenheim
• Führung durch die Kellerlabyrinthe von Oppenheim mit Sektempfang
• Besichtigung der Katharinenkirche
• Panoramafahrt zu den linksrheinischen Weinorten
• kabarettistisches Programm von Volker Gallé
• Führung Jüdisches Museum im Raschi-Haus
• Reisebegleitung, Moderation, Lesungen und
Chansons durch Christoph Stollowsky und Chanson-
Interpretin „Chanson-Nette“ Jeannette Urzendowsky

Reisetermin 2021:
01. – 06. Juni

Persönliche Beratung und Anmeldung:
Telefon (030) 29 02 11 63 31

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